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Das Leben auf der Straße ist zu hart für Samtpfoten

kastra 3 1Frei lebende Katzen sind ursprünglich Haustiere. Das heißt, sie sind kaum in der Lage, sich selbst zu ernähren. Das hat furchtbare Folgen. Ihr Leben in der scheinbar so wunderbaren Freiheit bedeutet: Hunger, Krankheit und Not. Wer einmal frei lebende Katzen beobachtet hat, weiß: Diese Samtpfoten haben wenig zu tun mit den majestätischen und würdevollen Tieren, die wir lieben. Es sind abgemagerte, erbarmungswürdige Fellbündel. Verschärft wird das Problem noch durch die enorme Fruchtbarkeit der Katzen. Derzeit leben rund zwei Millionen Tiere auf verwilderten Grundstücken, Fabrikgeländen oder Friedhöfen. Tendenz steigend. Und mit jedem neuen Katzenbaby nimmt das Tierleid zu. Wer das Leid der frei lebenden Katzen lindern will, der muss ihre unkontrollierte Fortpflanzung stoppen.  

 

Das Katzenelend beenden

kastra 2 2kastra 1 1Für den Tierschutz sind frei lebende Katzen ein großes Problem. Das Leid der Tiere lässt sich nur durch konsequente Kastration lindern. Die dem Deutschen Tierschutzbund angeschlossenen Tierschutzvereine versorgen die Tiere vor Ort an Futterstellen. Sie werden behutsam eingefangen und kastriert. Im Tierheim werden die Samtpfoten schließlich so lange versorgt und gepflegt, bis sie sich von dem Eingriff völlig erholt haben. Erst dann dürfen sie wieder zurück in die Freiheit. Mit den Kosten werden die Tierschützer allein gelassen. Da es so gut wie keine finanzielle Unterstützung durch die Kommunen gibt, hilft der Deutsche Tierschutzbund mit Mitteln aus seinem „Feuerwehrfonds“. Die Hilfe aller Tierfreunde ist nötig. Gemeinsam können wir das Leid der Samtpfoten lindern.  

(aus "Deutscher Tierschutzbund e.V.") 

 

 

Erfahrungen der Bad Nenndorfer Tierschützer

Auch in unserem Einzugsgebiet ist das Katzenelend durch verwilderte Hauskatzen, um die sich niemand kümmert, enorm. Das Elend ist oft unerträglich, dennoch verzichten wir an dieser Stelle auf zu drastische Bilder - statt dessen appellieren wir an Ihre Vorstellungskaft.  Die obigen, relativ freundlichen Bilder zeigen beispielhaft Streuner aus dem Bad Nenndorfer Tierheim. Das Muttertier kam in einem erbärmlichen Zustand hochtragend zu uns. In ihrer Verfassung wäre sie gar nicht in der Lage gewesen, alle Jungen zu versorgen und durchzubringen.

Der rote Kater hat ein kaputtes Auge. Dies ist auch ein Problem der frei lebenden Katzen - Verletzungen, Bisswunden, Autounfälle, etc.! All diesen Schrecknissen sind die Tiere völlig hilflos ausgeliefert, sie müssen damit ohne tierärztliche Versorgung oder menschliche Unterstützung ihr Überrleben auf sehr drastische Weise meistern. Aber auch Krankheiten wie Katzenaids führen zu qualvollen langen Leidenszeiten, bevor der Tod die Erlösung bringt.   

Doch auch die besonders niedlichen Welpen haben als Streuner keine Freude am Leben, denn allein die Futtersuche stellt oft ein immenses Problem dar, von Krankheiten, Vertreibungen durch ausgewachsene Katzen, Kälte und anderen Widrigkeiten ganz zu schweigen.

Die Tiere, die frühzeitig eingefangen werden können, überleben und haben im Tierheim ein sicheres Plätzchen gefunden. Doch häufig sind die frei lebenden Katzen zudem menschenscheu, da sie in ihrem bisherigen Leben wenig oder gar keinen Kontakt zu Menschen hatten und ihnen das Vertrauen fehlt. Diese Tiere haben dann im Tierheim eine besonders lange Verweildauer, weil sie nur eingeschränkt vermittelbar sind. 

Zudem sind die Kosten für diese Tiere sehr hoch - oft müssen sie lange gegen Krankheiten behandelt werden, geimpft, entwurmt, entfloht und kastriert werden - und sind als scheue Katzen dann noch sehr lange im Tierheim und führen zu Überfüllung. Dies gilt aber nicht nur für die scheuen Katzen, sondern auch für die jedes Jahr mehrfache Schwemme an herrenlosen Katzenwelpen, denen wir oft gar nicht gewachsen sind. Nur die wenigsten freilaufenden Kazten werden von uns wieder vor Ort frei gelassen, denn das geht nur, wenn wir vor Ort Menschen finden, die sich verbindlich um die Versorgung der Katzen kümmern.

Daher unsere Bitte an Sie: Schauen sie nicht weg, wenn sich in Ihrer Umgebung freilaufende Katzen aufhalten, die niemandem gehören. Wenden Sie sich an uns, wir helfen gerne und fangen die Katzen ein. Sie brauchen auch keine Angst zu haben, auf anfallenden Kosten sitzen zu bleiben, z.B. weil Sie die Katzen angefüttert haben. Wenn eindeutig ist, dass es sich um Streuner handelt, übernimmt der Tierschutz Rodenberg/Bad Nenndorf die Kosten. Sollten Sie uns dennoch mit einer Spende unterstützen wollen, so wären wir diesbezüglich natürlich hocherfreut und dankbar.

Da das Thema Katzenkastration also auch bei uns - wie überall - eine große Rolle spielt und die Kosten für diese Tiere für den Tierschutz besonders hoch sind, fordern auch wir schon sehr lange eine verbindliche Kastrations- und Chippflicht für alle Katzenhalter. Dies insbesondere, wenn man bedenkt, dass die meisten herrenlosen Katzen einmal ein Zuhause hatten. Leider haben sich die Halter dann nicht mehr um diese Katzen gekümmert und sie ihrem traurigen Schicksal überlasssen. Damit beginnt der Kreislauf: Wenn diese Katzen dann nicht kastriert waren, setzen sie unendlich viele Katzenwelpen in die Welt. Diese haben dann wenig Kontakt zu Menschen, werden scheu und setzen weiterhin scheue herrenlose Katzen in die Welt. Durch eine frühzeitige Kastrationspflicht für alle Katzen kann man auf lange Sicht diese Problematik eindämmen und durch das Kennzeichnen mittels Chip zukünftig auch den verantwortungslosen Halter finden und zur Rechenschaft ziehen. Alle verantwortungsvollen Katzenbesitzer kastrieren und chippen ihre Samtpfoten sowieso. Dieses Modell hat sich als erstes in Paderborn durchgesetzt und wird dort schon seit einiger Zeit erfolgreich umgesetzt (Paderborner Modell). Auch die Bad Nenndorfer Tierschützer haben lange dafür gekämpft. Zwar haben wir diese Verordnung noch nicht, aber unsere Kommunen zeigen Interesse am Paderborner Modell und stehen der Kastrations- und Chippflicht sehr positiv gegenüber.

 

Katzen - Klage

Landein. Landaus, oh , alle Tage, hört man,
Katzen, die sind eine Plage ....

Viele Menschen, die wir kennen. Die sich, ach, so tierlieb nennen,
schimpfen ständig, alle Tage - Katzen -, die sind eine Plage.
Dabei sind wir lieb und nett, immer sauber, stets adrett.

Fangen Mäuschen und auch Fliegen, die die Menschen niemals kriegen.
Trotzdem hört man alle Tage - Katzen-, die sind eine Plage.

Schaut uns an, wir sind so niedlich, meistens ruhig und ganz friedlich,
außer in der Frühlingszeit, da mauzen wir vor Lust und Freud.

Und doch hört man alle Tage - Katzen-, die sind eine Plage.

Ach, wir können' s gar nicht fassen, daß uns gar die Hunde hassen.
Rennen oft um unser Leben
, das der Himmel uns gegeben.

Gönnt uns kaum den kleinsten Platz, weg mit dir, du schlechte -Katz' -
Spüren oft ein groß' Verlangen
, müssen dann ein Vöglein fangen,
wenn kein Mäuschen in der Näh', Hunger tut oft schrecklich weh.
Darum hören wir alle Tage - Katzen-, die sind eine Plage.

Doch, wenn im Fehrnseh'n große Katzen, Tiere fangen mit ihren Tatzen,
sie genüßlich dann verschmausen, ist' s euch Menschen auch kein Grausen.
Doch bei uns heißt's alle Tage -Katzen-, die sind eine Plage.

Wenn den Menschen Hunger plagt, der gewiß kein Mäuschen jagt.

Nein, der schlachtet Kalb und Lamm und verzehrt sie auch sodann.

Dürft ihr sagen, alle Tage, oh, wir - Katzen- sind eine Plage.

Ach, wir bitten so von Herzen, bereitet uns nicht so viel Schmerzen,
sorgt dafür in allen Ehren, daß wir uns nicht so vermehren!!!

Dann heißt's plötzlich alle Tage - Katzen-, die sind keine Plage

Elisabeth Popp, Bad Münder

   
© Tierschutz Rodenberg / Bad Nenndorf e.V.