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Nicht jeder Igel braucht Hilfe - aber jede Hilfe muss richtig sein!

In Deutschland ist es generell verboten, Tiere der besonders geschützten Arten - und dazu zählt der Igel - aus der Natur zu entnehmen. Es ist jedoch gestattet, hilfsbedürftige Igel sachgemäß aufzuziehen bzw. gesund zu pflegen.
Das Ziel jeder Igelhilfe muss aber sein, die Tiere so bald wie möglich wieder gesund in die Freiheit zu entlassen.
Gesunde Igel sofort wieder freilassen!
Haben Tierarzt oder Igelstation erkannt, dass das aufgenommene Tier keiner menschlichen Hilfe bedarf, muss der Igel umgehend an seinen Fundort bzw. in dessen unmittelbare Nähe zurückgebracht werden.

 

Überlebenshilfe im Herbst:

Im Herbst, wenn die Nächte schon recht kalt werden, sind wieder viele kleine, spät geborene Herbstigel unterwegs, die ausgehungert auch tagsüber die Grünanlagen und Gärten durchstreifen, auf der Suche nach Futter. Diese Tiere brauchen dringend menschliche Hilfe! Doch Vorsicht - nicht jeder Igel, der noch unterwegs ist, sollte eingefangen werden. Es ist keineswegs sinnvoll, im Herbst alle Kleinigel "einzusammeln" und im Haus oder Keller überwintern zu lassen. Dies darf und kann nur ein Notbehelf sein! Treffen Sie aber auf so ein armes Kerlchen, das Ihre Hilfe benötigt, beachten Sie bitte folgendes:
Wenn Sie einen Igel in Ihrem Garten haben, der noch etwas dicker werden muss, dann können Sie ihm folgendermaßen helfen:


Fixes Igelhaus:

Sollten Sie keine natürlichen Winterschlafquartiere für Ihren Igel im Garten haben (Laubhaufen, Reisigbunde, etc.) und kein fertiges Igelhaus kaufen wollen, können Sie schnell und unkompliziert eines bauen. Dieses Igelhaus bauen Sie aus wenigen Steinen und decken es mit einem Brett ab. Zum Schutz vor Kälte und Feuchtigkeit wird über das Haus noch ein Humusgemisch darüber gehäuft und das ganze mit Grassoden abgedeckt Auch Zweige, Tannengrün o.ä. sind zur Abdeckung geeignet. Das Ganze wird an einem ruhigen, geschützten Teil des Gartens platziert. Der Innenraum wird mit Stroh ausgepolstert. Der Eingang muss freigehalten werden. Sie setzen den Igel hinein und stellen Wasser und Futter direkt davor (geschützt, damit andere Tiere nicht daran können). Wenn Sie den Igel dann regelmäßig jeden Abend dort füttern, wird er schnell an Gewicht zunehmen, und er wird sich in Ihrem Garten wohl fühlen. Zudem haben Sie die Möglichkeit, den Igel noch bis zum Winterschlaf zu päppeln und ihn dennoch in seinem natürlichen Lebensraum zu belassen.

Auch wenn der neue Gartenbewohner das Futter nicht mehr annimmt und offensichtlich in den Winterschlaf gegangen ist, sollten Sie noch zufüttern. Hierfür bieten sich diverse Igel-Trockenfutter an, die unbeschränkt stehen bleiben können. Denn vielleicht wacht der Igel durch spielende Kinder oder stöbernde Hunde auf, auch steigende Temperaturen können ihm gefährlich werden. Findet er nach dem Kräfte zehrenden Prozess des Aufwachens kein Futter vor, waren Ihre früheren Bemühungen vergeblich. Dies alles setzt natürlich voraus, dass Sie regelmäßig die Futtermenge kontrollieren und gegebenenfalls auffüllen.

Ernährung gefundener Igel:
Katzendosenfutter, ab und zu Rinderhackfleisch oder Geflügelfleisch (alles kurz anbraten, nie roh geben!) oder Rührei (ohne Gewürze, aber mit etwas Öl ), Haferflocken können untergemischt werden. Im Handel gibt es auch spezielles Igelfutter (nass und trocken).
Zum Trinken ein Schüsselchen Wasser (niemals Milch) hinstellen.

Aufzunehmende Igel:

Hilfsbedürftig sind:


• Verletzte Igel:

Oft deuten schon Fundort und -umstände (Straße, Bauarbeiten) auf Verletzungen hin. Tiere, die vermutlich tagelang in Gruben, Lichtschächten o.ä. ohne Wasser und Futter gefangen waren, brauchen ebenfalls Hilfe.

• Kranke Igel:

Man erkennt sie meist daran, dass sie tagsüber Futter suchen, herumlaufen, -torkeln oder -liegen. Kranke Igel sind apathisch, rollen sich kaum ein, sind oft mager.

• Verwaiste Igelsäuglinge:

Igeljunge, die sich tagsüber außerhalb ihres Nestes befinden, noch geschlossene Augen und Ohren haben und sich womöglich kühl anfühlen, sind mutterlos und benötigen dringend Hilfe.

• Igel, die nach Wintereinbruch, d.h. bei Dauerfrost und/oder Schnee herumlaufen:


Auch solche Igel findet man hauptsächlich bei Tag. Es kann sich um kranke oder schwache Alttiere handeln; öfter sind es Jungtiere, die spät geboren, evtl. auch krank sind und/oder sich wegen des geringen Nahrungsangebots im Spätherbst kein für den Winterschlaf ausreichendes Fettpolster angefressen haben.

Sollten Sie unter solchen Umständen Igel finden, so suchen Sie bitte umgehend einen Tierarzt auf oder wenden Sie sich bitte unter der Rufnummer 0 57 23 82 902 an uns. Die entstehenden Kosten gehen nicht zu Ihren Lasten.

Für den Fall, dass Sie den Igel zuhause überwintern lassen wollen, werden wir Sie gerne beraten, denn diesbezüglich und für die spätere Auswilderung sind einige Maßnahmen zu berücksichtigen.

   
© Tierschutz Rodenberg / Bad Nenndorf e.V.