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Oft kommen Besucher, die für ihr übrig gebliebenes Kaninchen einen neuen Partner suchen. Damit die Vergesellschaftung klappt, sind aber einige Grundregeln einzuhalten. Diese Punkte möchten wir Ihnen kurz vorstellen:

„Beschnupperungsmethode“: Die Tiere werden über längere Zeit in getrennten Käfigen oder Gehegen nebeneinander gehalten. Eine Beschnupperung muss möglich sein. Zudem werden die Tiere täglich umgesetzt – Tier A in den Käfig von Tier B und umgekehrt. So nehmen die Tiere regelmäßig den Duft des anderen Tieres an und die Duftnoten vermischen sich nach und nach. Nach einiger Zeit setzt man die beiden Kaninchen dann auf neutralem Boden zusammen, damit die Rangfolge geklärt werden kann und ein Miteinander beginnt.

Alternativ kann man die beiden Tiere sofort auf neutralem Boden zusammensetzen. Die vorherige Beschnupperung entfällt. Die Tiere werden in einem neutralen Raum (d. h. keiner der Beiden kennt den Raum) sofort zusammengesetzt. Voraussetzung ist ein genügend großer Raum - pro Tier mindestens 2 qm - damit sie sich ausweichen können. Es sollten mehrere Häuschen, z. B. Pappkartons, zum Verstecken und mindestens ein Futterplatz pro Tier vorhanden sein. Wichtig ist, dass die Häuschen über zwei Ausgänge verfügen, sodass ein Fluchtweg immer offen steht. Ab Beginn der Zusammenführung sollten die Tiere nicht mehr getrennt werden! Andernfalls muss die Rangordnung bei jedem erneuten Zusammentreffen neu geklärt werden, was für die Tiere Stress bedeutet.

Der Vorteil dieser Methode ist, dass die Tiere die Rangordnung von Anfang an regeln und eine Anstauung von Aggressionen vermindert wird. Das Klären der Rangordnung ist notwendig, auch wenn es oft schlimm aussieht. Es ist völlig normal, dass die Tiere sich beschnuppern, jagen, rammeln, anspringen, beißen, Fell ausreißen, mit den Vorderpfoten schlagen oder ängstlich davonrennen und sich in einem Versteck verkriechen. In dieser Zeit sollten Sie die Tiere nicht unbeaufsichtigt lassen.

Greifen Sie bitte nur ein, wenn sich die Tiere ineinander verkeilen oder Blut fließt! Aber dann sofort!!!

Beide Methoden haben Vor- und Nachteile, es hängt auch immer von den Charakteren der Kaninchen und Ihrem persönlichen Erfahrungsstand ab. Im Einzelfall beraten wir Sie gerne.

Die Vergesellschaftung ist beendet, wenn die Kaninchen, bzw. die Meerschweinchen, entspannt nebeneinander fressen und liegen oder sich gegenseitig putzen. Erst dann dürfen Sie die Tiere bei der Methode der „plötzlichen Zusammenführung“ in das eigentliche Gehege setzen. Dort kann es erneut über mehrere Tage oder sogar Wochen zu kleineren Rangeleien kommen. Das ist ganz normal, solange kein Tier verletzt wird.

Es kommt sehr selten vor, dass die Zusammenführung trotz Beachtung aller Tipps nicht klappt. Meistens geben die Halter zu schnell auf. Wichtig für ein dauerhaft friedliches Zusammenleben ist auf jeden Fall ausreichend Platz und Auslauf!

   
© Tierschutz Rodenberg / Bad Nenndorf e.V.